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Aprilscherze

Am ersten April darf man jemanden in den April schicken. So können Aufträge verlangt werden, die nicht ausführbar sind; z.B. schwarze Kreide oder Kieselsteinöl besorgen.

Auch die Presse hat sich gerne Aprilscherze erlaubt. Die schönsten Beispiele sind:

1957 zeigte die BBC einen halbstündigen Kulturfilm über die Spaghetti-Ernte in der Schweiz.

1984 wurde über die Entwicklung eines Gerätes berichtet, mit dem sich herkömmliche Plattenspieler zu CD-Playern umrüsten ließen.

2007 meldete der Chaos Computer Club, in der ELSTER-Software sei ein Bundestrojaner gefunden worden, welcher private Daten ans Bundeskriminalamt sende. Die ELSTER-Software dient dazu, deutsche Steuererklärungen am Computer auszufüllen.

Es gibt die abenteuerlichsten Erklärungen über die Herkunft dieses Brauches. Jede Erklärung klingt selbst fast wie ein Aprilscherz.

Bereits 1618 ist die Redensart “Jemanden in den April schicken” in Bayern belegt.

Zeitungsente von Berwis/Pixelio

Bildnachweis: berwis / pixelio.de

 

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