Fischerstechen

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 Fischerstechen

Bereits vor über 500 Jahren wurde dieser Brauch ausgeübt. In München zum Beispiel sind Fischerstechen aus dem Jahr 1536 auf der Isar nachgewiesen. Das Fischerstechen wird auch als Ritterturnier des kleinen Mannes bezeichnet.

In Ulm geht die Sage um, dass zwei Fischer die ansässigen Mönche im Kloster Reichenau beobachteten, die ein Ritterturnier veranstalteten. Die beiden Fischer meinten, dass sie dieses auch könnten. Leider mangelte es ihnen an Pferden, so dass sie auf ihre flachen Booten, den Zillen, ausweichen mussten.

Wie bei einem Ritterturnier auch, soll der Gegner hier nicht vom Ross sondern vom Boot gestossen werden. Hierzu werden ca. 2,80 m lange Speere benutzt, die am vorderen Ende mit einer gepolsterten Scheibe versehen sind. Sobald einer von den beiden Gegnern nass geworden ist, oder auch seinen Speer verloren hat, hat der andere gewonnen. So werden zwischen diversen Fischerzünften regelrechte Turniere veranstaltet.

Die bekanntesten Fischerstechen finden in Ulm, in Bamberg während der Sandkerwa, Neuburg und noch in vielen weiteren Ortschaften und Städten statt. Manche werden in historischer Kleidung ausgetragen, manche haben einen eher sportiven Charakter.

Die Saison der Fischerstechen ist immer im Sommer, wenn das Wasser warm genug ist und dauert von ca. Juni bis September.

Weitere Informationen:
www.trachtenverein-starnberg.de/brauchtum/huvtv_fischerstechen.htm

 

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Die Bilder wurden uns freundlicherweise vom Heimat- und Volkstrachtenvereins Starnberg zur Verfügung gestellt. Das Fischerstechen in Starnberg findet alle 5 Jahre statt.